Tango Argentino Master Class mit Fabián Salas und Lola Díaz, 30. 10. - 6. 11. 2010

Lange hat Fabian Salas keine Tourneen mehr außerhalb Argentiniens gemacht, und wurde von seinen zahlreichen Fans und Schülern in Europa schmerzlich vermisst.

Endlich kommt er wieder hierher, zusammen mit seiner neuen Partnerin Lola Diaz.

La Rogaia gehört zu den wenigen Orten in Europa, an denen er einen Workshop gibt.

Eine einzigartige Gelegenheit, Tango Nuevo direkt bei einem seiner Begründer zu lernen.

Über Fabian Salas:

Manchmal, wenn man von einem der großen Meister des Tango spricht, hält man es für völlig selbstverständlich, daß jeder schon alles über ihn weiß.

Vielleicht ist  es aber dennoch sinnvoll ein wenig über Fabian zu erzählen .

Während seiner Blütezeit, im „Goldenen Zeitalter“ des argentinischen Tango wurde der Tango überall in Buenos Aires getanzt und man lernte Tangotanzen von den Eltern oder anderen Tänzern aus dem Viertel. Das war ganz natürlich, jeder schaute sich etwas von den guten Tänzern ab und übte dann. Gelegenheiten dazu gab es reichlich. Über Didaktik musste keiner nachdenken.

Anfang der 80ziger Jahre, nach dem Ende der Diktatur in Argentinien, hat sich das völlig geändert. Der Tango ist weitgehend verschwunden.  Es gibt nur mehr wenige Tänzer, die noch die “Goldene Zeit“ des Tango miterlebt haben, und ihr Wissen weitergeben können. Die meisten davon sind ausgezeichnete Tänzer, haben sich aber nur wenig oder gar keine Gedanken darüber gemacht, wie man Tango unterrichten könnte.

Eine Gruppe junger Tänzer um Fabian Salas und Gustavo Naveira versucht nun herauszufinden, wie die alten Milongueros tanzten, besser zu verstehen, wie die Bewegungsabläufe funktionierten und entwickelt daraus erstmals eine neue, didaktisch fundierte Lehrmethode, die großen Einfluß auf fast alle heutigen Tänzer hat, unabhängig davon, ob sie traditionellen Tango oder Tango Nuevo tanzen.

Aber sie gehen noch weiter. Mit ihrer profunden Kenntnis um die Dynamik des Tanzes und seiner Bewegungsmöglichkeiten brechen sie mit alten, manchmal erstarrten Konventionen und entwickeln eine neue Weise Tango zu tanzen, – offener, dynamischer und zu modernerer Tangomusik, beispielsweise von Astor Piazzola, die bis dahin als nicht tanzbar empfunden wurde.

Weltbekannt wird Fabián Salas  als einer der Hauptdarsteller des Tango Kultfilms “The Tango Lesson”   von Sally Potter, zusammen mit Gustavo Naveira und Pablo Veron und als Begründer und Organisator der CITA, des wichtigsten Tangofestivals weltweit.

In einer kleinen, intimen Gruppe von nur neun Paaren mit Fabian zu lernen ist mehr als nur einfach Unterricht. Es ist ein Privileg, dass man nicht jeden Tag geboten bekommt.

Wollt Ihr in Eurem Tanz einen deutlich spürbaren Qualitätssprung machen?

Wollt Ihr in  Eurem Unterricht wirklich die Nase vorn haben und Euren Schülern den bestmöglichen Unterricht bieten?

Wollt Ihr in einer kleinen Gruppe Unterricht, fast wie in einer Privatstunde, und die bekannten Lehrer nicht nur von weitem in einer überfüllten Sporthalle bei einem großen Festival sehen?

Dann ist dieser Workshop für Euch ein absolutes  Muß.



Wer sich zu einem Tangokurs anmeldet, stellt sich oft die Frage, welches Kursniveau passend ist. Es möchte ja keiner, dass der Tangokurs zu langweilig ist, man nichts Neues lernt, oder – womöglich noch schlimmer – einen so überfordert, dass man völlig frustriert ist.

Allerdings ist es gar nicht so leicht, das eigene Tanzniveau richtig einzuschätzen. Gerade beim Argentinischen Tango kommt es ja nicht darauf an, wie viele verschiedene Schrittfolgen man auswendig beherrscht, sondern vielmehr darauf, wie die Qualität der einzelnen Bewegungen ist. Eine Zuordnung anhand von gelernten Schrittfolgen (die man mehr oder minder gut, irgendwie tanzen kann), wie im Standardtanz, ist deswegen schwierig und unserer Meinung nach im Tango auch nicht wünschenswert.

Wir wollen Euch deshalb eine kleine Hilfestellung geben, damit Ihr Euer Tanzniveau besser einschätzen könnt, und Euch bei uns zu den Tangokursen anmelden könnt, von denen Ihr am meisten profitiert.

Anfänger

Das ist einfach. Ihr habt noch nie Tango Argentino getanzt? Alles klar, oder? –

Ach ja, das gilt natürlich auch für Standard Tangotänzer.

Standard Tango und Tango Argentino sind völlig unterschiedliche Tänze, und darum sollte jeder, der ausschließlich Erfahrung im Standard Tango hat, sich beim argentinischen Tango erst mal als kompletten Anfänger betrachten.

Fortgeschrittene Anfänger

Hier solltet Ihr bereits Grundkenntnisse im richtigen Gehen im Takt der Musik haben. Auch richtige Haltung, Gefühl für die eigene Achse  und der Kontakt zum Partner in offener und enger Umarmung sollten Euch nicht völlig unbekannt sein. Ihr solltet bereits ca. 6 Monate Tanzerfahrung haben.

Mittelstufe

Die Mittelstufe ist richtig für all diejenigen unter Euch, welche die Grundlagen für fortgeschrittene Anfänger mitbringen und zusätzlich Basiskenntnisse der folgenden Elemente haben: Kreuz der Dame, Ochos, Molineta, Gehen im parallelen/ gekreuzten System (das heißt nicht, dass Ihr das alles schon perfekt beherrschen müsst…).

Dass der Tango mit Musik zu tun hat und man deshalb zumindest versuchen sollte, mit der Musik zu tanzen, sollte für Euch genau so wenig eine Neuigkeit sein, wie die Tatsache, dass Ihr Euch in Harmonie mit den anderen Tänzern auf der Tanzfläche bewegen könnt. Normalerweise braucht man dazu mindestens 1 Jahr Tanzerfahrung.

Fortgeschrittene

Natürlich solltet Ihr all das oben Beschriebene gut können und darüber hinaus in der  Lage sein Milonga und Vals zu tanzen.

Ocho Cortado, Barrida, Saccada, Gancho und Corte sollten für Euch keine Fremdwörter mehr sein.

Auch elegantes Gehen zur Musik, das Spielen mit dem Rhythmus und der Pause sowie weitgehend unfallfreies Navigieren auf der Tanzfläche solltet Ihr in Eurem Repertoire haben.

Dazu bringt Ihr im Normalfall mindestens 3 Jahre Tanzerfahrung mit. – Wenn Ihr eine professionelle Tanzausbildung habt, über eine gute Körperwahrnehmung verfügt und Tanzen zu Eurer täglichen Beschäftigung gehört, kann das allerdings auch kürzer sein.

Master Class

Voraussetzung ist natürlich alles Vorhergehende, dazu das Tanzen verschiedener Boleos, Lapiz/ Enrosques, Volcadas, Colgadas, anspruchsvollere Ganchos und Sacadas sowie das Wissen um verschiedene rhythmische Strukturen.

Wir setzen dafür mindestens 5 Jahre intensive Tanzerfahrung voraus.

Ein wichtiger Punkt:  Was heißt eigentlich Tanzerfahrung?

Um es ganz deutlich zu sagen, Tanzerfahrung bekommt Ihr nicht, wenn Ihr  maximal einmal pro Vierteljahr einen Tangoball besucht (auch nicht, wenn Ihr das 10 Jahre oder länger macht), sondern nur, wenn Ihr  regelmäßig, zu einer Practica oder in eine Milonga geht und intensiv tanzt (am besten mindestens einmal in der Woche).

Viele Bewegungsabläufe im Tango lernt man nur durch ständiges wiederholtes Üben, vor allem durch das Üben im „wirklichen Leben“ auf der Tanzfläche.

Irgendeinen Bewegungsablauf oder eine „Figur“ im Kurs zu lernen ist nur der erste Schritt, der schnell vergessen ist, wenn Ihr nicht regelmäßig in der Milonga übt.

Soviel zum Thema „den richtigen Kurs auswählen“.

Und jetzt geht Tango tanzen!

Es ist offensichtlich, dass Kurse in einer kleinen Gruppe immer eine Reihe von Vorteilen für die Teilnehmer haben.

Die Kursleiter haben genügend Zeit, sich um jeden einzelnen Teilnehmer zu kümmern. Sie können individuell auf euch ganz persönlich eingehen.

So weit so gut…

Aber was bedeutet das eigentlich für Euch als Kursteilnehmer?

Stellt Euch doch einfach einmal vor, Ihr wärt nicht Kursteilnehmer sondern Tangolehrer. Stellt euch vor, ihr wärt auf einem  großen Festival und würdet dort unterrichten. Morgens von 9.30  bis 11.00 Uhr vielleicht Tango Mittelstufe, dann den Tango- Intensivkurs mit Saccadas. Ab 14.00 Uhr dann Vals für Anfänger und ab 16.00 Vals für Mittelstufe mit Giros, ab 18.00 Uhr Milonga Traspié bis …

Und so weiter, und so weiter…

Dies alles für zwei, drei Tage mit immer wieder wechselnden Teilnehmern, von denen Ihr einen guten Teil maximal einmal in eurem Kurs zu Gesicht bekommt.

Nehmen wir an, dass ihr  gute Tangolehrer seid, engagiert und noch nicht von den vielen neuen Gesichtern und dem Festivalbetrieb abgestumpft. Glaubt ihr, dass ihr trotzdem all den Kursteilnehmern, die in eure Workshops kommen gerecht werden könnt?

Glaubt ihr als Kursteilnehmer, dass ein Kursleiter, der sich bei einer Großveranstaltung jeden Tag auf immer wieder  neue Menschen, mit ihren ganz persönlichen Erwartungen, ihren kleinen und großen Problemen und den Unterschieden im Tanzniveau einstellen muß, wirklich jedem bestmöglich gerecht werden kann, selbst wenn er oder sie sich größte Mühe gibt?

Und was ist nach dem Kurs? Haben die Kursleiter noch Zeit und Energie, mit euch zu sprechen, Fragen zu beantworten, die euch nach Ende des Workshops noch einfallen, während die Teilnehmer der nächsten Gruppe schon ungeduldig warten…?

Oft ist es doch so, dass die Kursleiter nach den Kursen so geschafft sind, dass sie eigentlich nur ihre Ruhe haben wollen und schnell verschwunden sind

Was würdet ihr sagen ist dagegen  der größte Vorteil, den euch ein Kurs in La Rogaia bietet.

Die viele Zeit, die ihr zur Verfügung habt?

Die Tatsache, dass sich eure Kursleiter eine ganze Woche lang auf euch einstellen können?

Dass eure Kursleiter genügend Zeit haben, Ihre Schwächen und Stärken zu erkennen und euch so optimal helfen können, besser zu tanzen?

Dass nach dem Kurs nicht schon die nächste Gruppe auf eure Kursleiter wartet, und die deshalb noch Zeit haben, Fragen zu beantworten oder einen Schritt, einen Bewegungsablauf noch einmal vorzumachen?

Dass ihr die Kursleiter auch außerhalb der Kurszeiten, am Pool oder beim Essen sehen und euch mit Ihnen unterhalten könnt?

Was meinen ihr, lernt ihr in dieser familiären, entspannten Atmosphäre angenehmer, schneller und stressfreier?

Wir glauben schon. Und ihr…